# Saturday Walking Street: Chiang Mais Silberviertel

> Die Saturday Walking Street auf der Wualai Road — Chiang Mais Silberschmiedsviertel. Lokaler als sonntags: Silber, Kunsthandwerk und Streetfood.

Alle erzählen dir vom Sonntagsmarkt. Fast niemand erwähnt, dass am Abend zuvor, südlich der Altstadt, die **Wualai Road** für den Verkehr gesperrt wird und ihr ganz eigenes Ding macht. Die **Saturday Walking Street** ist kleiner, lokaler und ganz leise einer unserer liebsten Abende in Chiang Mai — und sie liegt im historischen Silberschmiedsviertel der Stadt, was ihr einen ganz eigenen Charakter verleiht.

## Wo sie ist und warum Wualai

Der Markt erstreckt sich über die gesamte Länge der **Wualai Road** (manchmal auch Wua Lai geschrieben), beginnt direkt jenseits des Stadtgrabens am **südlichen Rand der Altstadt** und zieht sich fast einen Kilometer nach Süden. Dies ist das alte **Silberschmiedsviertel**, und das ist es seit Generationen — zwischen den Ständen findet man noch immer einige aktive **Silberschmiedswerkstätten**, und das Klopfen der Hämmer auf Metall ist noch zu hören, während die Menge vorbeizieht.

Dieses Erbe prägt den gesamten Markt. Während die Sonntagsstraße ein weitläufiger Allerlei-Markt ist, setzt der Samstag auf **Silber, Kunsthandwerk und Textilien**, verkauft von den Menschen, die sie selbst herstellen. Wer zunächst mehr über das Handwerk dahinter erfahren möchte, findet in unserem Leitfaden zu [Lanna-Kunsthandwerk](/blog/lanna-handicrafts-chiang-mai) eine gute Einführung.

![Saturday Walking Street: Chiang Mais Silberviertel](/blog/saturday-walking-street/visual.webp)

## Wie er sich vom Sonntagsmarkt unterscheidet

Die ehrliche Kurzversion: Die **Saturday Walking Street ist kleiner, enger und weniger überwältigend** als ihr berühmtes [Sonntagspendant](/blog/sunday-walking-street). Weniger Stände, weniger Reisegruppen, mehr Platz zum wirklichen Schlendern statt zum Schieben. Es fühlt sich eher wie ein Viertel an, das sich selbst feiert, als wie eine Touristenveranstaltung.

Das macht die Wahl einfach. Wer nur einen Abend hat, erlebt sonntags das größere Spektakel. Wer aber Menschenmassen scheut oder gezielt nach **Silber und hochwertigem Kunsthandwerk** sucht, ist samstags besser aufgehoben. Und wer eine Weile bei uns bleibt — viele unserer Gäste besuchen beide Märkte, und der Kontrast macht die Hälfte des Spaßes aus. In jedem Fall ist es etwas ganz anderes als die dauerhaften [Nachtmärkte](/blog/night-markets-chiang-mai) der Stadt, die jeden Abend stattfinden und eher kommerziell ausgerichtet sind.

## Was man essen und kaufen kann

Kommt hungrig. Das Essen hier ist durch und durch **nordthailändisch** — achtet auf **sai ua** (die kräuterreiche Chiang-Mai-Wurst), gegrillte Spieße, Klebreis und Süßes wie Kokosnusspfannkuchen und Mango mit Klebreis. Rund um den Abschnitt Soi 3 gibt es meist einen kleinen **Food Court zum Hinsetzen**, falls ihr lieber sitzt als im Gehen nascht. Das ist ein entspannter, unkomplizierter Einstieg in die [nordthailändische Küche](/blog/northern-thai-food), wenn ihr euch noch orientiert.

Zum Kaufen ist dies der Markt für **Silber** — Ohrringe, Ringe, Anhänger, kleine Haushaltsgegenstände — neben gewebten **Textilien**, Keramik und dem üblichen Angebot an Kleidung und Souvenirs. Die Preise sind moderat, ein wenig höfliches Feilschen ist in Ordnung, und ihr solltet **Bargeld** dabei haben: Die meisten Stände akzeptieren keine Karten, also bringt kleine Scheine mit.

## Den Silbertempel nicht verpassen

Geht während eures Besuchs ein Stück die Wualai Road entlang zum **Wat Sri Suphan**, dem berühmten **Silbertempel**. Seine Ordinationshalle ist fast vollständig mit handgetriebenem Silber und Aluminium verkleidet, und an Samstagabenden erstrahlt sie im Licht und leuchtet gegen das Dunkel — wirklich beeindruckend, und von außen kostenlos zu bewundern. (Hinweis: Die innere Halle ist traditionell nur für Männer zugänglich, das Gelände steht jedoch allen offen.) Es ist einer der ungewöhnlicheren Stopps auf jeder Tour durch die [Tempel der Altstadt](/blog/old-city-temples-chiang-mai).

## Zeiten und Anreise

Die Stände bauen sich ab etwa **17 Uhr** auf, und der Markt läuft bis ungefähr **22:30 Uhr**; wer gegen **18 Uhr** kommt, trifft den idealen Zeitpunkt, wenn alles geöffnet ist, der Andrang aber noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Von weiten Teilen der Altstadt ist es ein angenehmer Spaziergang, oder ein kurzer Hop mit dem **Songthaew** (roter Pickup-Truck) — einfach anhalten, den Fahrpreis vorher vereinbaren, und ihr seid in wenigen Minuten da. Unsere Hinweise zum [Fortbewegen in Chiang Mai](/blog/getting-around-chiang-mai) erklären die Songthaew-Etikette, falls ihr neu dabei seid. Auf dem Weg dorthin lauft ihr in den ruhigeren Gassen wahrscheinlich an ein paar dösenden **Soi-Hunden** vorbei; unser Leitfaden zum [freundlichen Miteinander mit Chiang Mais Soi-Hunden](/blog/soi-dogs-chiang-mai) lohnt einen Blick, bevor ihr losschlendert.

Noch ein letzter Tipp: Versucht nicht, alles zu sehen. Die Samstagsstraße belohnt das gemächliche Schlendern weit mehr als den zügigen Rundgang. Schnappt euch einen Spieß sai ua, treibt an den Silberständen vorbei, dreht um, wenn euch etwas ins Auge fällt, und lasst euch von den Tempellichtern die Straße entlangziehen. Das ist das ganze Vergnügen daran.

Geht langsam, esst beim Schlendern, und lasst das Hämmern der Silberschmiede das Tempo vorgeben. Wir sehen euch dort draußen.
