# Das Royal Project: Von Mohnfeldern zu Doi Kham Läden

> Wie eine königliche Idee von 1969 Chiang Mais Opiumhügel in Bergfarmen verwandelte und wo man Royal Project und Doi Kham Produkte kauft.

Wer in Chiang Mai einen Supermarkt betritt, entdeckt auf Honig, getrocknetem Mango und abgefülltem Passionsfrucht-Saft fast immer dasselbe goldene Logo: Doi Kham. Dahinter steckt eine der stillen Erfolgsgeschichten des modernen Thailand – eine halbjahrhundertlange Bemühung, die opiumanbauende Berghänge in Obstgärten verwandelte und den Bauern, die sie bewirtschaften, einen Markt verschaffte. Hier ist die Geschichte, und wo man die Produkte kaufen kann.

## Ein Pfirsichbaum über dem Mohn

Im Jahr 1969 besuchte König Bhumibol Adulyadej Bergdörfer in der Nähe von Chiang Mai und entdeckte zwei Dinge nebeneinander: Opiumschlafmohn und einen robusten einheimischen Pfirsichbaum. Die Pfirsiche, erfuhr er, brachten einer Familie mehr ein als der Mohn. Diese kleine Beobachtung wurde zu einer großen Idee. Wenn gemäßigtes Obst besser bezahlte als Opium, könnten sich die Hügel verändern, ohne dass jemand dazu gezwungen würde. Zunächst aus seiner eigenen Tasche finanziert, gründete der König das damals sogenannte Royal Hill Tribe Project, das später schlicht als Royal Project bekannt wurde. Es hilft zu verstehen, [wie tief die Thais den verstorbenen König verehren](/blog/thai-royal-etiquette), um zu begreifen, warum diese Geschichte bis heute solches Gewicht trägt.

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## Doi Angkhang und die Wissenschaft der Berge

Die erste Versuchsstation wurde bei [Doi Angkhang](/blog/doi-ang-khang) eröffnet, hoch oben an der Grenze zu Myanmar, wo Forscher der Kasetsart-Universität damit begannen, zu testen, welche Kühlkulturen in der Höhe gedeihen können. Erdbeeren, gemäßigtes Gemüse, Schnittblumen, Kräuter und vor allem [Kaffee](/blog/coffee-farm-day-trip-chiang-mai) bewährten sich hier, bevor sie an [die Bergvölker-Gemeinschaften](/blog/hill-tribes-northern-thailand) weitergegeben wurden, die sie anbauen sollten. Das Modell funktionierte so gut, dass das Projekt 1988 den Ramon Magsaysay Award gewann und 1992 offiziell als Royal Project Foundation eingetragen wurde. Heute betreibt sie Dutzende von Entwicklungszentren in fünf nördlichen Provinzen.

## Was 'Royal Project' auf einem Etikett bedeutet

Wenn man Produkte sieht, die als Royal Project oder Doi Kham gekennzeichnet sind, blickt man auf das kommerzielle Ende dieses langen Experiments. Die Stiftung kauft von Bergbauern, klassifiziert, verpackt und verkauft unter eigenem Namen, während Doi Kham die Marke für verarbeitete Lebensmittel ist, die die Ernte in Säfte, Marmeladen, Dosenfrüchte, getrockneten Mango und Honig verwandelt. Die Qualität ist hoch und die Preise fair, denn es ging nie um Profit. Es ging darum, Kleinbauern einen zuverlässigen Käufer zu verschaffen. Die Erdbeeren, Avocados und knackigen Salatblätter, die auf Chiang Mais Speisekarten überraschend untropisch wirken, stammen sehr oft aus diesen Bergen. Unser [Leitfaden zu thailändischen Früchten](/blog/thai-fruit-guide) stellt die gemäßigten Besonderheiten vor, denen man dabei begegnet.

## Wo man in Chiang Mai einkaufen kann

Man muss keinen Berg erklimmen, um die Produkte zu kaufen. **Royal Project Shops** sind über die Stadt verteilt und verkaufen frisches Gemüse, Obst, Eier, Kaffee, Tee und verpackte Waren zu fairen Preisen. Der Forschungszentrumsladen in Mae Hia, am ruhigen südwestlichen Stadtrand, ist bei Einheimischen beliebt für seine frisch geernteten Produkte und die gepflegte Gartenumgebung. **Doi Kham** Markenläden und fast jeder Supermarkt führen das haltbare Sortiment, sodass ein Glas Royal Project Honig oder eine Tüte getrockneter Früchte ein einfaches, bedeutungsvolles Mitbringsel darstellt. Für die frischesten Produkte lohnt sich ein Besuch des [Bio-Wochenmarkts in Jing Jai](/blog/jing-jai-market-chiang-mai), wo Bergbauern direkt verkaufen. Das fügt sich nahtlos in [die Versorgung der eigenen Küche hier](/blog/groceries-shopping-chiang-mai) ein. Die Öffnungszeiten wechseln mit den Jahreszeiten, also am besten vorher informieren.

![Das Royal Project: Von Mohnfeldern zu Doi Kham Läden](/blog/royal-project-chiang-mai/visual-2.webp)

## Ein Ausflug: eine Station besuchen

Wer lieber sehen möchte, wo die Produkte wachsen, kann mehrere Stationen besuchen. Doi Angkhang bleibt das Vorzeigeobjekt mit angelegten Obstgärten, Blumengärten und kühler Bergluft – am schönsten von November bis Februar, wenn Erdbeeren und Blüten auf ihrem Höhepunkt sind. Es gibt eine weitere bekannte Station im [Doi Inthanon](/blog/doi-inthanon) Hochland, und die terrassierten Blumenfelder und Gemüsebeete des Mae Rim Tals ziehen an Wochenenden Besucher für ihre Aussichten an. Jede dieser Stationen eignet sich für einen ruhigen, landschaftlich reizvollen Tagesausflug aus der Stadt und lässt sich gut mit nahegelegenen Tempeln und Wasserfällen verbinden.

## Warum wir unsere Gäste dorthin schicken

Wir empfehlen Ada House Gästen das Royal Project aus demselben Grund wie die Einheimischen: Es sind gute Lebensmittel mit einer guten Geschichte. Kaufen Sie den Honig, probieren Sie den kaltgepressten Saft, nehmen Sie in der Saison Erdbeeren mit – und wissen Sie, dass die paar Baht, die Sie ausgeben, noch immer genau das bewirken, was ein König 1969 beabsichtigte. Es ist einer der einfachsten Wege, in Chiang Mai gut zu essen und dabei das Geld dort hinzugeben, wo es wirklich etwas bewirkt.
