
Auswandern · 25. Juni 2026
Die 90-Tage-Meldung (TM47) in Chiang Mai – ganz ohne Schrecken
Von Das Ada House Team
Wer nach Chiang Mai gezogen ist und länger als nur im Urlaub bleibt, begegnet bald einer kleinen, wiederkehrenden Pflicht: der 90-Tage-Meldung. Das klingt bedrohlicher, als es ist. Lässt man die Horrorgeschichten aus Foren beiseite, geht es im Grunde nur darum, der Einwanderungsbehörde alle drei Monate zu sagen: „Ja, ich wohne noch hier, an dieser Adresse." Wer es einmal gemacht hat, versteht den Rhythmus sofort.
Was es eigentlich ist – und wer es braucht
Der offizielle Name lautet TM47, die Notification of staying in the Kingdom over 90 days. Die Regel ist einfach: Wer sich auf Basis einer Langzeitverlängerung – Ruhestand, ED, einem DTV-ähnlichen Aufenthalt oder Ähnlichem – 90 aufeinanderfolgende Tage in Thailand aufhält, muss der Einwanderungsbehörde die aktuelle Adresse melden. Das Schlüsselwort ist aufeinanderfolgend. Die Uhr zählt ununterbrochene Tage im Land – sobald man Thailand verlässt und zurückkommt, beginnt sie von vorn. Genau deshalb erreichen Menschen, die regelmäßige Visa-Runs unternehmen, die 90-Tage-Marke kaum – sie sind vorher schon aus- und wieder eingereist.
Diese Pflicht betrifft also Langzeitaufenthalter, nicht kurze Touristenbesuche. Wer nur ein paar Wochen hier ist, muss sich keine Gedanken machen. Wer sich dauerhaft einlebt, schon.
Ein wichtiger Hinweis: Die 90-Tage-Meldung ist nicht dasselbe wie das TM30 – die einmalige Adressregistrierung, die Vermieter oder Gästehaus beim Einzug (oder Umzug) einreichen. Das TM30 ist eine einmalige Meldung des Wohnorts; das TM47 ist das regelmäßige „Ich bin noch da"-Einchecken. Verschiedene Formulare, verschiedene Zwecke – die Verwechslung passiert ständig.

Das Zeitfenster
Man muss nicht auf den genauen Tag treffen. Die Meldung kann etwa 15 Tage vor dem 90-Tage-Datum bis 7 Tage danach ohne Strafe eingereicht werden. Das ergibt ein komfortables Drei-Wochen-Fenster – kein Grund, am exakten Tag vor einem Büro zu campieren. Die meisten melden sich lieber früh und haken es ab.
Den vorherigen Beleg sollte man sicher aufbewahren – die Einwanderungsbehörde druckt das nächste Fälligkeitsdatum direkt darauf, was das Nachrechnen erspart.
Die drei Wege zur Meldung
Es gibt drei Möglichkeiten, die zu unterschiedlichen Vorlieben passen.
Persönlich bei einem Einwanderungsbüro in Chiang Mai ist der klassische Weg – und der, den Erstmeldende meist ohnehin nehmen müssen. Per Post, mit eingeschriebenem Brief, ist eine ruhigere Option, auf die manche Langzeitbewohner schwören. Und online, über das Einwanderungssystem oder die App, ist mit Abstand am einfachsten, wenn es funktioniert – ein paar Klicks vom Sofa aus, keine Schlange, keine Anreise.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Das Online-System kann unzuverlässig sein. Es steht in der Regel nur Personen offen, die sich mindestens einmal persönlich gemeldet haben, und lehnt Anträge manchmal ohne erkennbaren Grund ab und verweist einen zurück zur persönlichen Meldung. Es lohnt sich, es als erste Option zu versuchen – aber nicht als einzige. Und auf keinen Fall bis zum letzten Tag warten, falls das System streikt.
Unabhängig vom gewählten Weg ist der Papierkram weitgehend gleich: Reisepass, das TM47-Formular, die Einreisekarte (TM6), sofern man eine erhalten hat, und der vorherige 90-Tage-Beleg. Einige Kopien der Reisepassseite mit Foto und Visumsaufkleber schaden nie.
Die Realität im Chiang-Mai-Büro
Ein praktischer Hinweis: Das Haupteinwanderungsbüro in Chiang Mai hat in den letzten Jahren seinen Standort gewechselt, weshalb ältere Blogbeiträge, die auf ein bestimmtes Einkaufszentrum verweisen, veraltet sind. Derzeit befindet sich das Hauptbüro am Stadtrand in der Nähe des Flughafens, mit kleineren Servicestellen in einigen großen Einkaufszentren. Da sich Regeln und Standorte tatsächlich ändern können, empfehlen wir, den aktuellen Standort und die aktuellen Anforderungen vor dem Aufbruch zu bestätigen – die offiziellen Chiang-Mai-Einwanderungskanäle sind die richtige Anlaufstelle.
Wo auch immer man hingeht: Schlangen sind zu erwarten. An manchen Tagen kommen Menschen schon vor der Öffnung, um früh einen Platz zu ergattern, und die Wartezeit kann an einem schlechten Morgen Stunden betragen. Also früh hingehen, wenn möglich vorab einen Warteplatz reservieren – oder das Ganze mit der Online-Meldung oder einer kleinen Agenturgebühr umgehen. Wer überlegt, wie man für einen frühen Start quer durch die Stadt kommt, findet in unserem Beitrag über das Fortkommen in Chiang Mai hilfreiche Tipps.
Und die Strafe, wenn man die Meldung ganz vergisst? Eine Geldbuße – überschaubar bei einem einfachen Versehen, höher, wenn es später auffällt, etwa bei der Visumsverlängerung. Kein Weltuntergang, aber leicht zu vermeiden.
Einfach den Termin im Kalender eintragen, früh melden – und die 90-Tage-Meldung wird zum leisen Hintergrundrauschen, einem weiteren sanften Wegweiser im Leben, das man sich hier aufbaut. Bis zum nächsten Mal.
Herzlich, das Ada House Team
Häufige Fragen
Was genau ist der 90-Tage-Bericht?
Es handelt sich um das TM47, die Meldung über einen Aufenthalt im Königreich von mehr als 90 Tagen. Vereinfacht gesagt teilst du der Einwanderungsbehörde alle drei Monate mit, dass du noch hier wohnst, an dieser Adresse. Nach dem ersten Mal bekommt man schnell einen Rhythmus dafür.
Wer muss ihn eigentlich einreichen?
Es ist eine Pflicht für Langzeitaufenthalter mit einer Verlängerung wie Rente, ED oder einem DTV-ähnlichen Aufenthalt, nicht für kurze Touristenreisen. Die Regel zählt 90 aufeinanderfolgende Tage in Thailand, und diese Uhr setzt sich auf null zurück, sobald du das Land verlässt und wiederkommst. Deshalb erreichen Menschen, die regelmäßige Visa-Runs machen, die 90-Tage-Marke kaum.
Ist der 90-Tage-Bericht dasselbe wie das TM30?
Nein, und die beiden werden ständig verwechselt. Das TM30 ist die einmalige Adressregistrierung, die dein Vermieter oder deine Unterkunft einreicht, wenn du einziehst oder die Adresse wechselst. Das TM47 ist die regelmäßige Noch-hier-Meldung, alle drei Monate.
Wann kann ich einreichen, und gibt es ein Fristfenster?
Du kannst ab etwa 15 Tagen vor deinem 90-Tage-Termin bis 7 Tage danach einreichen, ohne Strafe innerhalb dieses Fensters. Das ist ein komfortabler Zeitraum von drei Wochen, sodass du nicht am genauen Tag vor einem Amt campieren musst. Bewahre deinen vorherigen Beleg gut auf, da die Einwanderungsbehörde dein nächstes Fälligkeitsdatum direkt darauf vermerkt.
Welche Einreichungsmöglichkeiten gibt es, und ist die Online-Option zuverlässig?
Es gibt drei Wege: persönlich bei einem Chiang Mai Einwanderungsamt, per Einschreiben oder online über das Einwanderungssystem oder die App. Online ist bei weitem am einfachsten, wenn es funktioniert, kann aber fehleranfällig sein und steht in der Regel nur Personen offen, die sich mindestens einmal persönlich gemeldet haben. Betrachte es als erste Option, nicht als einzige, und warte nicht bis zum letzten Tag, falls es streikt.
Welche Unterlagen muss ich mitbringen?
Unabhängig vom gewählten Weg ist es weitgehend dasselbe: dein Reisepass, das TM47-Formular, deine Einreisekarte (TM6) falls du eine erhalten hast, sowie deinen vorherigen 90-Tage-Beleg. Ein paar Fotokopien deiner Reisepass-Fotoseite und deines Visumstempels schaden nie. Da sich Vorschriften und Amtsstandorte in Chiang Mai tatsächlich ändern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Anforderungen vor deinem Besuch bei den offiziellen Chiang Mai Einwanderungskanälen zu erfragen.


