
Aktivitäten · 25. Juni 2026
Mae Ngat Stausee & Sri Lanna: eine Nacht auf dem Wasser
Von Das Ada House Team
Eine Stunde nördlich der Stadt hört der Lärm einfach auf. Der Mae Ngat Stausee ist ein langer, jadegrüner Wasserspeicher, der sich in die Berge des Sri Lanna Nationalparks schmiegt – und in dem Moment, in dem das Longtailboot vom Steg ablegt, versteht man, warum die Menschen immer wiederkommen. Kein Verkehr, keine Roller, kein nennenswertes Handynetz. Nur Wasser, Wald und ein Bambus-Floßhaus, das auf euch wartet.
Die Lage
Der Stausee liegt hinter dem Mae Ngat Somboon Chon Damm, einem Erddamm aus den 1980er-Jahren, der ein weites Flusstal im Bezirk Mae Taeng geflutet hat. Das Ergebnis sind rund 15 Kilometer ruhiges, tiefes Wasser, das auf allen Seiten von bewaldeten Bergrücken eingerahmt wird. Versunkene Regenbäume ragen stellenweise noch aus der Oberfläche, ihre kahlen Kronen fangen das Licht ein, und das Wasser liegt die meiste Zeit des Jahres spiegelglatt und grün da.
Es fühlt sich abgelegen an – und das ist es auch. Doch der See ist überraschend leicht zu erreichen, was die halbe Faszination ausmacht. Man kann noch vor dem Mittagessen auf dem See treiben und hat trotzdem das Gefühl, Thailands zweitgrößte Stadt weit hinter sich gelassen zu haben.

Schlafen auf dem Wasser
Das besondere Erlebnis hier ist die Übernachtung in einem schwimmenden Floßhaus. Das sind rustikale Bambusbungalows, die knapp vor dem Ufer vertäut sind, mit dem Wasserstand steigen und fallen und nur per Boot erreichbar sind. Manche sind schlicht gehalten – eine Matratze, ein Moskitonetz, ein Deck –, andere sind überraschend komfortabel, aber alle teilen dieselbe Magie: Man tritt direkt vom Deck in den Stausee zum Schwimmen, und die Mahlzeiten werden per Longtailboot aus einer nahegelegenen schwimmenden Küche gebracht.
Die Tage hier sind herrlich leer. Man kajakfahrt entlang des Ufers, paddelt mit dem SUP zu den Regenbäumen hinaus oder liegt einfach auf dem Deck und tut gar nichts. Nach Einbruch der Dunkelheit, ohne Lichtverschmutzung weit und breit, zeigen sich die Sterne so, wie man es in Stadtnähe selten sieht. Wer die Art von Stille sucht, die die Wasserfälle rund um Chiang Mai nur andeutet, findet hier die tiefere Version davon.
Buchung und Tagesausflug
Mehrere Floßbetreiber sind auf dem See aktiv, und die meisten bieten Pakete an, die Bootstransfer, Floßhaus und Mahlzeiten zu einem Preis bündeln – viel unkomplizierter, als alles einzeln zu organisieren. Am besten im Voraus buchen, besonders an Wochenenden und thailändischen Feiertagen, wenn die beliebten Häuser schnell ausgebucht sind. Hinzu kommen eine kleine Nationalparkgebühr und ein Aufpreis für das Boot.
Wenig Zeit? Ein Tagesausflug lohnt sich ebenfalls. Man kann ein Boot mieten oder ein Floß für den Nachmittag chartern, schwimmen, kajakfahren, ein nordthailändisches Mittagessen auf dem Deck bestellen und abends wieder in der Stadt sein. Viele verbinden den See mit den nahegelegenen Bua Tong „Sticky" Wasserfällen für einen abwechslungsreichen Ganztagesausflug.
Anreise und beste Reisezeit
Mit dem Auto oder Roller dauert es etwa eine Stunde von Chiang Mai. Man fährt auf dem Highway 107 Richtung Mae Taeng, biegt dann zum Damm ab und folgt der Straße bis zum Steg. Wer sicher auf zwei Rädern ist, erlebt eine wunderschöne Fahrt – schaut vorher in unsere Hinweise zum Rollermieten, da das letzte Stück durch ländliches Gebiet führt. Wer lieber nicht selbst fährt, ist mit einer organisierten Tour oder einem privaten Fahrer gut beraten; unser Leitfaden zum Fortbewegen in Chiang Mai stellt alle Möglichkeiten vor.
Am schönsten ist es in der kühlen Trockenzeit (etwa November bis Februar), wenn der Wasserstand hoch ist, der Himmel klar und die Nächte kühl genug für eine Decke. Die Hochphase der Regenzeit sollte man meiden, und es lohnt sich zu prüfen, ob der Park Teile seines Gebiets saisonal schließt – ein kurzer Blick vorab schadet nicht. Wer diese Art von Berg-und-Wasser-Auszeit liebt, findet in den Tälern rund um Chiang Dao und den Routen in unserem Wander- und Trekking-Guide natürliche Fortsetzungen – und der näher gelegene Huay Tung Tao See stillt einen ähnlichen Wunsch an einem freien Nachmittag. Da die Damm-Straße durch Mae Taeng führt, lässt sich der Ausflug auch gut mit Wat Ban Den, dem prächtigen Tempelkomplex eine Stunde nördlich, verbinden, wenn ihr auf dem Heimweg noch etwas Farbe möchtet.
Packt leicht, lasst den Laptop zu Hause und lasst den See seine Wirkung entfalten. Ihr kommt erholt zurück auf eine Art, die die Stadt nie ganz schafft – und genau das ist der Punkt.
Herzlich, Das Ada House Team
Häufige Fragen
Wie weit ist der Mae Ngat Staudamm von Chiang Mai entfernt und wie komme ich dorthin?
Er liegt etwa eine Stunde nördlich der Stadt. Mit dem Auto oder Roller fährt man den Highway 107 Richtung Mae Taeng entlang, biegt dann zum Staudamm ab und folgt der Straße zum Pier. Wer nicht selbst fahren möchte, wählt am besten eine organisierte Tour oder einen Privatfahrer, da das letzte Stück auf dem Land auf zwei Rädern anspruchsvoll sein kann.
Was ist das Haupterlebnis dort?
Das Highlight ist eine Übernachtung in einem schwimmenden Flosshaus, einem rustikalen Bambus-Bungalow, der nahe am Ufer vertäut und nur per Boot erreichbar ist. Vom eigenen Deck aus springt man direkt in den Stausee zum Schwimmen, und Mahlzeiten werden von einer nahe gelegenen schwimmenden Küche per Langschwanzboot gebracht. Die Tage sind herrlich entschleunigt, verbracht mit Kajakfahren, SUP-Paddeln zu den versunkenen Regenwaldbäumen oder einfachem Entspannen auf dem Deck.
Kann ich auch nur für einen Tag kommen, ohne zu übernachten?
Ja, ein Tagesausflug lohnt sich absolut. Man kann ein Boot mieten oder ein Floß für den Nachmittag chartern, schwimmen, Kajak fahren, ein nordthailändisches Mittagessen aufs Deck bestellen und abends wieder in der Stadt sein. Viele verbinden den See mit den nahegelegenen Bua Tong Sticky Waterfalls zu einem langen, abwechslungsreichen Tag.
Wie buche ich und was kostet es?
Mehrere Floßbetreiber sind auf dem See tätig und bieten meist Pakete an, die Bootstransfer, Flosshaus und Mahlzeiten zu einem Preis bündeln, was viel unkomplizierter ist, als alles einzeln zu organisieren. Hinzu kommen eine kleine Nationalparkgebühr und Bootskosten. Vor allem an Wochenenden und thailändischen Feiertagen sollte man frühzeitig buchen, da die beliebtesten Häuser schnell ausgebucht sind.
Wann ist die beste Reisezeit?
Am schönsten ist es in der kühlen Trockenzeit, ungefähr von November bis Februar, wenn der Wasserstand hoch ist, der Himmel klar und die Nächte frisch genug für eine Decke. Den Höhepunkt der Regenzeit sollte man meiden, und da der Park manche Bereiche saisonal schließen kann, lohnt sich ein kurzer Check, bevor man bucht.


