# Jing Jai Market: Chiang Mais schönster Wochenendmorgen

> Der Jing Jai Market — Chiang Mais grüner Bio-Wochenendmarkt: Bauern, Brunch, Pflanzen und Live-Musik. Was es gibt und wann man am besten kommt.

Stell dir einen Markt vor, der von Bäumen durchzogen ist. Sanftes Morgenlicht, der Duft von Kaffee und gebratenen Eiern, irgendwo unter den Blättern eine Gitarre, und Tische voller Gemüse, das gestern noch in der Erde steckte. Das ist der **Jing Jai** — für die meisten einfach JJ Market — und er ist die sanfteste, grünste Art, ein paar Stunden in Chiang Mai zu verbringen.

## Der Bio-Wochenendmarkt

Der Komplex liegt an der **Atsadathon Road**, nördlich der Altstadt, und ist die ganze Woche über geöffnet — doch die eigentliche Magie entfaltet sich an **Samstag- und Sonntagmorgen**, wenn der **Rustic Market** und der **Bio-Bauernmarkt** das Gelände übernehmen. Genau dafür lohnt sich der Besuch. Kleine **Bio-Bauern** aus den Hügeln rund um die Stadt legen frische **Produkte** aus, die im Morgengrauen geerntet wurden: Heirloom-Tomaten, Kräuterbündel, Blattgemüse, Pilze, Eier, Honig und Gläser mit Dingen, über die man unbedingt mehr erfahren möchte. Gegründet 2012, um pestizidfreie Landwirtschaft zu fördern, ist es ein echtes Farm-to-Table-Erlebnis — und hinter dem Tisch stehen meist die Erzeuger selbst.

Wer ein wenig weiterstreift, trifft auf **Handwerker**: Bäcker mit echtem Sauerteigbrot, Keramiker, Weber, Seifen- und Kerzenmacher, Secondhand-Schätze und einen ganzen Wald aus **Pflanzen** in Tontöpfen. Fast immer gibt es **Live-Musik** — ein entspanntes Akustikset, das dem ganzen Morgen seinen Rhythmus gibt. Das Publikum ist locker, kreativ und ein bisschen hipster — dieselben entspannten Gesichter, die man aus den [arbeitsfreundlichen Cafés](/blog/work-friendly-cafes-chiang-mai) der Stadt kennt und die hier ihr Wochenende genießen.

![Jing Jai Market: Chiang Mais schönster Wochenendmorgen](/blog/jing-jai-market-chiang-mai/visual.webp)

## Unbedingt zum Brunch bleiben

Wenn man hier nur eine Sache tun sollte, dann essen. Die **Brunch- und Street-Food-Szene** ist die halbe Miete: Stände und kleine Küchen, die alles anbieten — von nordthailändischer **Sai-ua**-Wurst und **Khao Soi** bis hin zu frischen Granola-Bowls, Frucht-Smoothies, knusprigen Gebäckstücken und Eiern auf ein Dutzend Arten. Einfach einen Hocker unter den Bäumen schnappen, an einem der Kaffeewagen einen Flat White bestellen und das langsame Sonntagsfrühstück in die Länge ziehen. Es ist mit Abstand eines der schönsten [Brunch-Erlebnisse in Chiang Mai](/blog/brunch-comfort-food-chiang-mai) — und auch für pflanzlich essende Gäste gibt es reichlich Auswahl: Der Bio-Gedanke sorgt dafür, dass [vegetarische und vegane](/blog/vegetarian-chiang-mai) Stände überall zu finden sind, ganz ohne langes Suchen.

## Der ruhigere Alltagsmarkt

Das ist der Teil, den die meisten Besucher verpassen. Derselbe Komplex beherbergt einen stillen **Tagesmarkt** und einen **Royal-Project-Shop**, die auch unter der Woche geöffnet sind, lange nachdem die Wochenendstände abgebaut wurden. Ein wunderschöner, entspannter Ort, um an einem gewöhnlichen Dienstag Bio-Gemüse, lokalen Honig und nordthailändischen Kaffee zu kaufen — eine entspanntere Alternative zum Supermarkt, wenn man für die Woche [Vorräte einkauft](/blog/groceries-shopping-chiang-mai). Die festen Cafés und ein paar Gemüsehändler halten die Tore täglich geöffnet, sodass das morgendliche Kaffeeritual nie wirklich aufhört. Wer auf der Suche nach einem guten Kaffee ist, kann den Markt wunderbar in eine größere Tour durch die [Kaffeeszene rund um Nimman](/blog/coffee-around-nimman) einbauen, die gleich um die Ecke beginnt.

## So macht man es richtig

Ein paar ehrliche Tipps. **Früh kommen** — zwischen sieben und neun Uhr ist die Luft noch kühl, das Angebot am frischesten und man kann sich noch frei bewegen. Gegen späten Vormittag wird es heiß und richtig voll, und die besten Stände beginnen sich zu leeren. **Bargeld in kleinen Scheinen** und **ein oder zwei Stofftaschen** mitnehmen: Das ist ein echter Bauernmarkt, kein Kartenzahlungs-Paradies, und man braucht etwas, um die Einkäufe nach Hause zu tragen. Wer keine Menschenmassen mag, kommt einfach **unter der Woche** für den ruhigen Tagesmarkt vorbei.

Und man sollte wissen, was der Jing Jai *nicht* ist. Er ist nicht die [Nachtmärkte](/blog/night-markets-chiang-mai) mit ihrem Zischen und Lichterketten, und er ist nicht das geschäftige, lokale Treiben des Warorot. Er ist sanfter als beides — ein grüner, heller, Frühstück-und-Blumen-Markt, zu dem man sich fast jeden Wochenendmorgen wie von selbst zurückfindet.

Also stell einen Wecker, den du an einem Samstag normalerweise nie stellen würdest. Schlender umher, probiere im Gehen, füll eine Tasche mit etwas Grünem und such dir einen Tisch unter den Bäumen. Wir sehen uns dort.

— Das Ada House Team
