# Huay Tung Tao: Chiang Mais Flucht an den See

> Huay Tung Tao, der See am Fuß des Doi Suthep: Bambushütten, Essen am Wasser, Schwimmen und wie man hinkommt.

Es gibt einen Moment, nach ein paar geschäftigen Wochen in der Stadt, in dem man sich nach einem Ort sehnt, der nichts von einem verlangt. Keine Tempel zu bewundern, keine Märkte zum Feilschen. Nur Wasser, Berge und einen Teller mit etwas Gegrilltem. **Huay Tung Tao** ist genau dieser Ort — ein ruhiger Stausee, eingebettet am Fuß des **Doi Suthep**, fünfzehn bis zwanzig Minuten nordwestlich der Stadt, wo Einheimische seit Generationen entspannte Nachmittage verbringen.

## Der See und die Hütten

Das Erste, was man bemerkt, sind die **Bambushütten (Sala)** — Dutzende davon, auf Stelzen über dem flachen Wasser, jede ein kleines Holzzimmer, offen für die Brise. Man schlüpft aus den Schuhen, lässt sich auf geflochtenen Matten nieder und bestellt bei der Familie, die die Hütte betreibt. Die Hütte selbst kostet nur ein paar Baht; wofür man wirklich bezahlt, ist ein privates Stück Schatten, mit den Füßen praktisch über dem Wasser und dem **Doi Suthep**, der sich grün hinter dem See erhebt.

Streckt euch aus, lehnt euch zurück, döst. Niemand treibt euch zur Eile. Bleibt lange genug, und das Licht beginnt sich zu weichen, die Oberfläche wird golden, und ihr werdet verstehen, warum die Menschen bis zur Schließung verweilen.

![Huay Tung Tao: Chiang Mais Flucht an den See](/blog/huay-tung-tao-lake/visual.webp)

## Essen am Wasser

Das ist echte nordthailändische Seeküche, und sie ist der halbe Grund zum Kommen. Bestellt **Som Tam** (grüner Papayasalat, scharf genug, um euch wachzurütteln), **gegrilltes Hähnchen**, Klebreis in seinem kleinen Körbchen und einen **ganzen gegrillten Fisch** aus dem Stausee, salzkrustig und rauchig. Dazu etwas Kaltes — frische Kokosnuss oder ein Bier, wenn der Nachmittag es erlaubt. Die Gerichte kosten etwa 40–80 Baht, ein Festmahl für den Tisch ist also sehr erschwinglich. Es ist derselbe großzügige, gesellige Geist, den wir am [nordthailändischen Essen](/blog/northern-thai-food) überall in der Region lieben — nur isst man es hier über offenem Wasser.

## Schwimmen, paddeln oder einfach treiben lassen

Wenn die Hitze zunimmt, watet in den ausgewiesenen Badebereich — das Wasser ist warm und flach, und **dezente Badekleidung** wird geschätzt, da dies in erster Linie ein Familienort ist. Man kann ein **Tretboot** mieten (etwa 80 Baht für eine halbe Stunde), ein Kajak oder ein Paddleboard, oder einfach ziellos im Wasser treiben. Ein flacher Rundweg führt einmal um den gesamten Stausee, wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad, wenn ihr unsere Hinweise zum [Radfahren in Chiang Mai](/blog/cycling-chiang-mai) gelesen habt. Mit Kleinen ist es herrlich unkompliziert — genau die Art von unstrukturiertem Nachmittag, von dem [Chiang Mai mit Kindern](/blog/chiang-mai-with-kids) so viele zu bieten hat.

## Anreise und der richtige Zeitpunkt

Am Eingang gibt es eine kleine **Eintrittsgebühr** — ein bescheidener Betrag pro Person, etwas höher für ausländische Besucher, und ganz entfallen, wenn man spät am Tag ankommt. Am einfachsten kommt man mit dem Roller; wer noch kein Fahrzeug hat, findet in unserem Leitfaden zum [Rollermieten](/blog/renting-a-scooter-chiang-mai) alle Grundlagen. Kein Roller? Ein **Grab** fährt günstig und direkt, und ein **Songthaew** funktioniert ebenfalls — schaut in [Chiang Mai fortbewegen](/blog/getting-around-chiang-mai) für einen Überblick. Von der Huay Kaew Road aus passiert man das Maya-Einkaufszentrum, biegt auf die Canal Road ab und folgt den Schildern.

Kommt **morgens** für Stille oder **am späten Nachmittag** für den Sonnenuntergang und die kühler werdende Luft. **Wochentags** ist es am ruhigsten; an Wochenenden füllt sich der See mit thailändischen Familien und einer fröhlichen Picknick-Atmosphäre. So oder so fügt ihr einen dieser langsamen Chiang-Mai-Tage zusammen, die wunderbar mit einem [Doi-Suthep-Wochenende](/blog/doi-suthep-weekend) oder einem Morgen auf der Jagd nach [Wasserfällen](/blog/waterfalls-chiang-mai) am Berg darüber harmonieren. Und wenn dieser Nachmittag am Wasser Lust macht, tatsächlich darauf zu übernachten, sind die schwimmenden Bambusfloß-Häuser am [Mae-Ngat-Stausee in Sri Lanna](/blog/mae-ngat-dam-sri-lanna) die Übernachtungsvariante, eine Stunde weiter nördlich.

Wir schicken Gäste hierher, wenn die Woche ein bisschen zu voll war und sie brauchen, dass die Stadt an den Rändern weicher wird. Nehmt ein Handtuch mit, nehmt euch Zeit, und lasst den See den Rest erledigen. Wir sehen euch zurück im Haus, mit Sonne auf den Schultern.
