# Chiang Mai Universität und das studentische Flair

> Die CMU prägt Chiang Mais kreative Energie. Unser Guide zu Campus, Ang Kaew bei Sonnenuntergang und den Vorteilen des Studentenviertels.

Wenn Chiang Mai für eine Stadt dieser Größe ungewöhnlich jung, kreativ und koffeingetränkt wirkt, gibt es dafür einen guten, grünen Grund gleich westlich von uns. Die **Chiang Mai University** — alle sagen einfach **CMU** — erstreckt sich über den Fuß des **Doi Suthep**, und ihre Zehntausenden von Studierenden bestimmen das Tempo der gesamten westlichen Stadtseite. Das Schöne daran: Man muss sich nicht einschreiben, um all das zu genießen. So würden wir einen Tag im Studentenviertel verbringen — und das ist der Grund, warum so viele unserer Gäste genau hier ihr Quartier aufschlagen.

## Thailands erste Universität außerhalb Bangkoks

Die CMU öffnete ihre Tore im Jahr **1964** als erste richtige Universität im Norden — und als erste Provinzuniversität des ganzen Landes, ein echter Meilenstein zu einer Zeit, als höhere Bildung noch Bangkok und sonst nirgendwo bedeutete. Sechs Jahrzehnte später ist sie eine der führenden Forschungsuniversitäten Thailands, und ihr Einfluss auf die Stadt ist kaum zu überschätzen. Die Indie-Cafés, die günstigen Imbisse, die laptopfreundliche, verweilfreudige Kultur — all das entstand rund um eine junge Bevölkerung, die guten Kaffee und einen gemütlichen Lernplatz wollte. Genau diese DNA erklärt, warum sich die [Coworking-Spaces](/blog/coworking-spaces-chiang-mai) und die [Spezialitätencafés](/blog/coffee-around-nimman) so dicht östlich des Campus, rund um Nimman, konzentrieren. Die Studierenden haben diesen Stadteil zu dem gemacht, was er ist.

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## Über den Campus schlendern

Der Hauptcampus ist ein großzügiges Stück Land — fast **3 Quadratkilometer**, etwa 2 km westlich der Altstadt — und ein beachtlicher Teil davon besteht aus Wald, Rasenflächen und Wasser statt aus Hörsälen. Um ihn richtig zu erkunden, steigt man am besten in die **elektrische Straßenbahn**. Die Tour startet am Informationszentrum nahe dem **Huay-Kaew**-Eingang, bietet einen aufgezeichneten Kommentar in mehreren Sprachen und führt gemächlich an den schönsten Stellen vorbei, darunter der Stausee. Sie ist schattig, günstig und wirklich entspannend — und heutzutage ist sie der offizielle Weg für Besucher, das Gelände zu erkunden, nachdem sich ein paar zu viele Touristen in echte Lehrveranstaltungen geschlichen hatten, um Fotos zu machen.

Direkt neben dem Haupttor liegt das **Huay-Kaew-Arboretum** — eine kostenlose Oase der Ruhe, täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, mit mehr als 400 einheimischen Pflanzenarten und schattigen Bänken, die einen perfekten Leseplatz bieten. Vom Campusrand ist es außerdem nur eine kurze Fahrt hinauf zum **Doi Suthep**, sodass sich ein Morgen auf dem Campus nahtlos in einen Nachmittag auf dem Berg einfügt.

## Ang Kaew zur goldenen Stunde

Wenn man hier eine einzige Sache tun sollte, dann den Sonnenuntergang am **Ang-Kaew-Stausee** erleben. Vor Jahrzehnten erbaut, um die Universität mit Wasser zu versorgen, ist er zum Wohnzimmer des Campus geworden: Studierende joggen die Runde, Freunde teilen Matten auf dem Rasen, und der ganze See färbt sich gold, während der **Doi Suthep** dahinter leuchtet. Einfach ein Getränk mitbringen, ein Stück Ufer finden und dem Farbwechsel des Berges zusehen. Es ist eines der stillen Highlights der ganzen Stadt — und nur eine Viertelstunde von unserer Haustür entfernt.

## Essen und leben wie ein Student

Hier zeigt das Studentenviertel, was es wirklich draufhat. Die Mensen der CMU servieren ordentliche Thai-Gerichte für kleines Geld, und die Straßen rund um die **Suthep Road** sind übersät mit günstigen, köstlichen Restaurants, die sich klar an hungrige Studierende richten. Das Highlight ist der Nachtmarkt, den Einheimische **Kad Na Mor** nennen (auch als **Malin Plaza** bekannt), direkt gegenüber dem Haupttor an der **Huay Kaew Road**. Ab etwa 18 Uhr füllt er sich mit jungen Menschen, die Hot Pot, gegrillte Spieße, Desserts und Snacks genießen, dazwischen Kleiderständer mit günstiger Mode. Ergänzt man das noch durch die günstigen Wäscheläden und Walk-in-Massagen der Gegend, lässt sich hier sehr, sehr gut für sehr wenig Geld leben.

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## Selbst hier studieren

Man kann auch mehr als nur Zuschauer sein. Die CMU bietet **Thailändisch-Sprachkurse** und eine Reihe von Kurzprogrammen an, und die Stadt insgesamt hat eine lebhafte Austausch- und Auslandsstudienszene, die die Cafés mit Menschen aus aller Welt füllt. Selbst wer nie einen Fuß auf den Campus setzt, wird merken, dass ein bisschen Thailändisch den Alltag verwandelt — auf Märkten, im Taxi, bei der Nudel-Dame um die Ecke — alle tauen auf, sobald man es versucht. Unsere liebsten Orte und Tipps zum [Thailändisch lernen in Chiang Mai](/blog/learn-thai-language-chiang-mai) haben wir zusammengestellt, falls man es während des Aufenthalts ausprobieren möchte.

## Eine junge, günstige Basis für Nomaden

Für digitale Nomaden und neugierige Reisende ist der Bereich rund um die CMU eine echte Schatzkammer. Er ist fußläufig und grün, das Essen gehört zu den günstigsten guten Küchen der Stadt, und die Energie ist jung, kreativ und freundlich, ohne je laut zu werden. Man ist minutenentfernt von Nimmans Cafés und Coworking-Spaces, wenn man arbeiten will, und ebenso nah am See und am Berg, wenn man abschalten möchte — umgeben von einer Gemeinschaft, die dauerhaft aufgeschlossen für einen Neustart ist. Diese Mischung aus gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, unkompliziertem Leben und stiller Inspiration ist genau die **Ada House**-Philosophie — und deshalb lieben wir es, direkt vor dieser Tür zu stehen.

Kommt und findet eure Lieblingsbank am See — den besten Nudelstand zeigen wir euch auf dem Weg.
