# Bo Sang & San Kamphaeng: Ein Handwerkstagesausflug von Chiang Mai

> Tagesausflug östlich von Chiang Mai: Bo Sang mit seinen Sonnenschirmen und San Kamphaeng mit Seide, Silber und Seladon.

Einige unserer liebsten Nachmittage in Chiang Mai verbringen wir gar nicht in der Stadt. Sie führen uns nach Osten, entlang der alten Straße nach San Kamphaeng, wo der Verkehr dünner wird, sich die Reisfelder öffnen und sich fast jedes Schaufenster als Werkstatt entpuppt. Dies ist das handwerkliche Herzland des **Lanna**-Nordens — eine Reihe von Dörfern, in denen Schirme, Seide, Silber und Seladon noch von Hand gefertigt werden, oft in greifbarer Nähe zur Kasse. Es ist einer der einfachsten und lohnendsten Tagesausflüge von unserer Haustür aus, und das Tempo kannst du dir ganz nach Belieben einteilen.

## Bo Sang, das Dorf der bemalten Schirme

Der erste unverzichtbare Halt ist **Bo Sang**, etwa 9 km östlich der Altstadt und in ganz Thailand für seine handbemalten Sonnenschirme bekannt. Familien fertigen sie hier seit weit über einem Jahrhundert, seitdem — so erzählt man sich — ein Mönch die Technik aus Burma mitbrachte. Die Gestelle bestehen aus gespaltenem **Bambus**, das Dach aus **Sa-Papier**, das aus Maulbeerborke gepresst wird, und die Dekoration (Pfauen, Drachen, Blütenzweige) wird freihändig aufgemalt. Betritt eine der Schirmwerkstätten und verfolge die gesamte Abfolge: die Bambusrippen, die zu einem Rad zusammengebunden werden, das Papier, das gespannt und geklebt wird, und schließlich ein Maler, der mit drei sicheren Strichen eine Blume aufträgt. Es ist faszinierend — und kostenlos anzuschauen.

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## Mal selbst, und das Januar-Festival

In den meisten Werkstätten lassen sich die **Maler auch auf deinen eigenen Sachen los** — für ein paar Baht pinseln sie eine kleine Lanna-Blume oder einen Pfau auf dein Handycover, deinen Stoffbeutel, deinen Hut oder deinen Kameragurt, und alles trocknet in wenigen Minuten. Es ist das charmanteste Souvenir, das wir kennen, und weit persönlicher als alles, was man aus dem Regal nehmen kann. Wenn du deinen Besuch in der dritten Januarwoche einrichten kannst, verwandelt das **Bo Sang Umbrella Festival** die Hauptstraße in ein Farbenspektakel mit dekorierten Fahrrädern, einer Schönheitskönigin, laternenbeschienen Läden und tausenden von Sonnenschirmen, die über den Köpfen hängen. Auch außerhalb der Festivalzeit sorgen die Trockengestelle mit Schirmen dafür, dass das Dorf das ganze Jahr über fotogen bleibt.

## Die Handwerksautobahn

Bo Sang liegt an der **Route 1006**, der Straße nach San Kamphaeng, die Einheimische schlicht als „Handwerksautobahn" bezeichnen. Fährt man weiter nach Osten, reihen sich die Werkstätten aneinander: **Seiden- und Baumwollweber** mit klappernden Webstühlen im Hinterraum, **Silberschmiede**, die Schalen in Relief hämmern, Brennöfen, aus denen die blasse jadegrüne Craquelé-Glasur des **Seladons** hervorgeht, dazu **Holzschnitzereien**, glänzendes **Lackgeschirr** und weitere Sa-Papier-Werkstätten. Viele der größeren Betriebe laden ein, den Entstehungsprozess zu beobachten, noch bevor man den Verkaufsraum betritt — kein Kaufzwang, und die Vorführungen sind wirklich interessant. Wenn du vor dem Aufbruch wissen möchtest, worauf du bei den einzelnen Handwerken achten solltest, ist unser Leitfaden zu [Lanna-Kunsthandwerk](/blog/lanna-handicrafts-chiang-mai) eine nützliche Einführung in Qualität und Herkunft.

## Einen entspannten Tag daraus machen

Bo Sang allein lässt sich in einem gemütlichen Vormittag erkunden, aber wir würden der gesamten Strecke einen halben bis ganzen Tag widmen und sie in Ruhe auf uns wirken lassen. Stöbere zwischen den Schirmen, schau einem Weber am Webstuhl zu, halte zum Mittagessen an einem Straßenstand an, und lass dich dann weiter treiben. Den natürlichen Abschluss bilden die [Heißen Quellen von San Kamphaeng](/blog/san-kamphaeng-hot-springs), jenseits der Werkstätten, wo man müde Füße in den Mineralwasserrinnen einweichen oder Eier in den Geysirpools kochen kann — eine herrliche, entspannte Art, einen Tag des gemächlichen Einkaufens ausklingen zu lassen.

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## Anreise

Es gibt drei bequeme Möglichkeiten. **Mit dem eigenen Roller** ist die Fahrt flach und unkompliziert — einfach den Schildern nach San Kamphaeng folgen und im Stadtverkehr aufmerksam sein. **Songthaews**, die gemeinsam genutzten roten Kleintransporter, fahren die Strecke für ein paar Baht ab — ideal, wenn es nicht eilt und man nichts gegen ein paar Zwischenstopps hat. Oder miete einen **Fahrer oder ein Grab-Auto** für den Tag, damit du Sonnenschirme kaufen kannst, ohne sie auf zwei Rädern jonglieren zu müssen. Alles Weitere — Fahrpreise, Apps und ein bisschen Etikette — erklären wir in unserem Beitrag über das [Fortbewegen in Chiang Mai](/blog/getting-around-chiang-mai).

## Gut einkaufen, direkt bei den Machern

Das eigentliche Vergnügen dieser Reise liegt darin, **direkt bei den Menschen zu kaufen, die die Dinge herstellen**. Die Preise hier draußen sind oft günstiger als auf den Stadtmärkten, und dein Baht landet direkt beim Kunsthandwerker statt bei einem Mittelsmann. Etwas sanftes Verhandeln ist in Ordnung, aber es sind qualifizierte Handwerke, und faire Preise sind es, die die Werkstätten am Leben erhalten — wir würden daher gerne einen angemessenen Preis für einen wunderschönen handbemalten Schirm zahlen, anstatt einen Hersteller bis auf nichts herunterzuhandeln. Stell Fragen, schau der Arbeit zu, und du wirst etwas mit einer echten Geschichte im Gepäck nach Hause tragen.

Wenn du bereit bist, das Handwerksland zu erkunden, zeigt dir das Team des Ada House gerne unsere aktuellen Lieblingswerkstätten — wir sehen uns auf der Handwerksstraße.
